Das Prisma [Spielbericht Teil 2]

System: Splittermond

Abenteuer: Das Prisma von Peter Menke

[Teil 2 – aus Spielersicht]

zu Teil 1 geht’s HIER

ACHTUNG! SPOILER! Wer das Abenteuer noch nicht gespielt hat, sollte daher lieber später wiederkommen!

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Geschichtsträchtig

Die Nacht verlief für die meisten ruhig. Für mich dagegen eher auf- und anregend, da ich spannende Geschichten mit unser Zwergenwirtin austauschen konnte. Nachdem sie uns ein kleines herzhaftes Mahl bereitet hatte und wir gut gestärkt waren, brachen wir wieder auf. Hinaus in die weite Welt, um eine Prophezeiung zu entschlüsseln.

Die Reise verlief ereignislos. Wie gut, dass ich nun mit so vielen neuen Geschichten aufwarten konnte!

Als wir etwa die Hälfte der Strecke hinter uns lag und sich der Tag dem Ende neigte, schlugen wir unser Lager auf. Um sich die Zeit zu vertreiben, forderte Kesha Culwen zu einigen Spielen heraus. Doch egal wie sehr sie sich anstrengte, sie verlor immer wieder. Bao, welcher sich das Treiben bereits etwas länger angesehen hatte, kam so viel Glück dann doch seltsam vor. So versuchte er Magie zu erkennen, konnte jedoch nichts feststellen. Scheint so, als sei unser Jüngling wirklich ein kleiner Glückspilz!

Unser Lager blieb offenbar nicht lange unbemerkt, denn bald näherten sich vier – zugegeben etwas schmuddelig wirkende – Männer, die unsere Gruppe um „eine Spende“ baten. Grade wollten Elja und ich zu unseren Waffen greifen, als Bao, völlig entspannt, beginnt mit ihnen zu plaudern. Schließlich gab er den Räubern (Wobei: Sind es Räuber, wenn sie nicht rauben???) fünf Münzen – zu IHREM Schutz, wie er klar stellte. Daher ließen sie es darauf beruhen und zogen von dannen. Kesha hatte Mitleid mit den Männer und wollte ihnen unbedingt etwas zu Essen da lassen. Die Gruppe lehnte das jedoch ab.

Neuer Tag, alte Prophezeiung

Die Nacht verlief ruhig und entspannt. Unsere neuen Bekannten ließen sich nicht wieder blicken. So konnte wir ausgeruht und entspannt, unsere Reise fortsetzen. Am späten Nachmittag kamen wir dann auch (endlich) in Illia an. Am Wegesrand begrüßten uns Sandsteine, auf denen Sonnenblumen abgebildet sind. Noch mal ein schneller Blick in die Pflanzenprophezeihung. Ja, hier scheinen wir richtig zu sein! (Oder zumindest nicht ganz verkehrt…)

Schließlich machen wir das, was mir auf unseren Abenteuern mit am besten gefällt: Wir kehren in eine Taverne ein. Kesha setzt all ihren Charme ein, um an die eine oder andere nützliche Information zu kommen. Tatsächlich bekam sie den einen oder anderen Tipp und, nach kurzer Beratschlagung, beschlossen wir das „alte Herrenhaus“ aufzusuchen, zu dem viele Bewohner Essen bringen, es meist – aber eben nicht immer – unangerührt bleibt. Da wir erst am nächsten Morgen aufbrechen wollten, nutzte Bao die Gelegenheit sich noch einmal im Wahrsagen zu versuchen. Leider waren ihm die Götter nicht hold, denn es ging schief, so dass er sich plötzlich unwohl fühlte und seine Nase zu bluten begann. Zumindest konnte er sich selbst heilen…

Eingeladen aber nicht einladend

Neuer Tag, gleiches Ziel: Auf ging es zum Herrenhaus, welches noch heruntergekommener aussah, als in meinen Vorstellungen. Sogar ein Baum wächst dort auf einer Seite heraus! Ein B-A-U-M!!! Das gibt eine großartige Geschichte!!!

Wir konnten niemanden entdecken und alles sah sehr unbewohnt aus. Um sicher zu gehen, warteten wir vor dem Haus, während Kesha und Elja sich um das Haus schlichen, um zu sehen, ob es was zu sehen gibt. Tatsächlich trafen die beiden auf eine Zwergin (*887). Sie lädt uns (alle) in das Haus ein, wo wir auf eine weitere Zwergin (*919) und deren Dienerin treffen. Im Gespräch erfahren wir, dass der Vater ein bernsteinfarbenes Amulett trug, welches ihn offenbar in den Wahnsinn trieb. Er wurde damit begraben. Nur einige wenige Eingeweihte wissen, wo sein Grab liegt: Irgendwo auf der Südseite vom Fuß des Berges… Nach einiger Überredungskunst erlaubt uns die Tochter tatsächlich ihren Vater zu exhumieren. Für alle Fälle lassen wir uns das mit Brief und Siegel bestätigen!

Um weitere Anhaltspunkte und vielleicht auch etwas hilfreiches zu finden, dürfen wir uns im Haus umsehen. Dazu teilten wir uns auf. – Was sollte uns hier auch schon passieren? – Ich begab mich mit Bao in den Keller – und wir scheiterten direkt an einer Tür, die sich nicht öffnen lies. Des Abenteurers Glück, wenn er einen Varg dabei hat! So trat Arrou

 das Ding einfach ein. (Wohlgemerkt MIT Genehmigung der Hausherrin!) Während ich mich den ganzen tollen Bücher widmete, untersuchte mein Mitstreiter eine alte Kommode etwas genauer – und fand ein Geheimfach! Darin fanden sich Skizzen, gefertigt mit Kohlestift. Das Motiv: Ein metallisches Amulett. Bao hält mir seinen Fund vor die Nase. Während ich noch so dachte: „Das kommt mir doch bekannt vor…“ höre ich von oben, wie mein Name gerufen wird. Genervt, dass ich wohl doch nicht alles kann, klappe ich das Buch lautstark zu, werfe einen wehmütigen Blick auf die anderen Stapel voller Geschichten und stapfte die Treppe hinauf.

Zapfenstreich(e)

Im Obergeschoss angekommen, erwarten mich gleich zwei Überraschungen. Die beste: Es gibt hier eine Bibliothek!!! Die zweite: Meine Kameraden sind verrückt geworden… Also mehr als sonst… Oder was würdet ihr denken, wenn ihr jemanden mit Holz reden sehen würdet? Eben! Wie sich heraus stellte, muss allerdings auch mein letztes Bier schlecht gewesen sein, denn plötzlich sah ich kleine Wesen, die ziemlich an Äste erinnern. Nur eben mit Armen und Beinen. Und als wäre das noch nicht verwirrend genug, sprachen sie auch noch zu mir!!! Glücklicherweise bin ich sehr sprachbegabt, so dass ich mich mit den Zapflingen, wie sie sich nennen, unterhalten konnte. (Was die kleinen Dinger überraschte!) Wie sich herausstellte kennen sie den „bärtigen grimmigen Mann“ mit seinem „Halslicht“. Es scheint, als würde das hier noch sehr interessant werden. Sicher haben meine neuen Freunde viele spannende Geschichten zu erzählen…

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Fortsetzung folgt…

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